REBIRTH - Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie

Förderer: DFG Exzellenzinitiative
Dauer: 2012 - 2019
Koodination: Axel Haverich (Medizinische Hochschule Hannover)
CELLS  Mitwirkende: Prof. Nils Hoppe; Prof. Dietmar Hübner; Dirk Alexander Frick
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Subprojekt

FÖRDERUNG

PROJEKTBESCHREIBUNG - ETHISCHE UND RECHTLICHE DIMENSIONEN (UNIT 10.7)

Ziele

Identifizierung und Untersuchung wesentlicher ethischer und rechtlicher Herausforderungen, die sich aus der Arbeit aller REBIRTH-Forschungsgruppen ergeben; Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte und wissenschaftlichen Literatur bei der Bewertung und Lösung dieser Herausforderungen; Erleichterung und Unterstützung ethisch und rechtlich einwandfreier Ansätze innerhalb von REBIRTH durch Beratung und Dialog mit anderen Forschungsgruppen. Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

Der Bereich der regenerativen Medizin, insbesondere im Rahmen eines expliziten vollständigen Übersetzungsansatzes, hat zahlreiche ethische, rechtliche und soziale Implikationen. Unit 10.7 wird versuchen, einige der bedeutendsten dieser Auswirkungen zu identifizieren, insbesondere in den Bereichen Verwendung von menschlichem Gewebe und Zellen, geistiges Eigentum, Tierversuche, Verbesserung und Anthropotechnologie, informierte Einwilligung, Ethikprüfungen und Leitlinien. Innerhalb jedes dieser Schwerpunktbereiche werden kleine Subteams ethische und rechtliche Herausforderungen auf der Grundlage der von anderen REBIRTH-Forschungsgruppen gewonnenen Erkenntnisse identifizieren und bewerten und zur wissenschaftlichen Debatte und Literatur auf diesem Gebiet beitragen.

Teilprojekt Prof. Dr. Nils Hoppe

Die Projekte von Nils Hoppe zielen darauf ab, rechtliche und ethische Herausforderungen zu identifizieren und anzugehen, die die Umsetzung innovativer Gesundheitsprodukte in die Klinik behindern. Dies reicht von Fragen der Produktklassifizierung bei Xenotransplantation oder Tissue Engineering über geistiges Eigentum und Datenschutz bis hin zu Information Governance und Einwilligungsfragen im Biobanking. Es ist ein besonderes Interesse der Hoppe-Gruppe, rechtliche Probleme anzugehen, die sich aus dem innovativen Charakter von Verfahren und Produkten ergeben, insbesondere wenn es sich um einen supranationalen rechtlichen Aspekt oder grenzüberschreitende Fragen handelt. Die Hoppe-Gruppe arbeitet eng mit den Forschungsteams und Klinikern von REBIRTH zusammen, um wichtige Themen zu identifizieren und die wichtigsten Herausforderungen zu analysieren und zu systematisieren. Die Ergebnisse der Gruppe stammen aus Publikationen, Konferenzpräsentationen und der Beratung von Partnerinstitutionen.

Teilprojekt Prof. Dr. Dietmar Huebner

Das Projekt von Dietmar Hübner konzentriert sich auf die ethische Bewertung der Entstehung und Nutzung von Mensch-Tier-Chimären und Hybriden (HACHs). Die Untergruppe hat eine umfassende systematische Überprüfung der relevanten ethischen Argumente in diesem Bereich durchgeführt (Kwisda, White, Hübner, im Gespräch). Sie hat auch eine neuartige ethische Darstellung der HACHs entwickelt, die ein paradoxes Zusammenspiel von "individual species arguments" (ISAs), dem individuellen Schutzniveau, das HACHs aufgrund ihrer teilweise menschlichen Artenzugehörigkeit gewährt werden könnte, und "group species arguments" (GSAs), die auf die Möglichkeit hinweisen, dass HACHs normativ wesentliche Grenzen zwischen Arten verwischen (Hübner 2018, Journal of Medicine and Philosophy). Die Gruppe intensiviert derzeit ihre Forschung an konkreten Szenarien der HACH-Generation und anderer.

PhD: Neue relevante ethische Aspekte der Stammzellforschung und der Schaffung von Chimären

Koko Kwisda

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit der Erforschung der Mensch-Tier-Chimäre und der damit verbundenen bioethischen Debatte. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der philosophischen Analyse und Systematisierung von Argumenten gegen die Chimärenforschung in der bioethischen Literatur. Daher wird eine systematische Überprüfung der ethischen Argumente für die Chimärenforschung durchgeführt. Diese Überprüfung wird untersuchen, welche Argumente präsentiert werden, und sie wird auf drei Ebenen analysiert: Argumente, die nur erwähnt werden, Argumente, die als ungültig angesehen werden und schließlich echte Argumente oder Argumente, die als gültig angesehen werden. Auf dieser Grundlage werden weitere Argumente bewertet, die als besonders gültig oder nützlich erachtet werden.

Laufzeit: 2013-2018